Es kann losgehen – Die letzten Wochen vor der Entbindung

In zwei Wochen ist der errechnete Geburtstermin erreicht und es fühlt sich wieder so an, als wenn ich bald platze. Ich bin auch dieses Mal wieder hin und her gerissen zwischen dem Bedürfnis „Baby, komm raus“ und „Baby, bleib bitte noch eine Weile, wo du bist“.

Und dieser Zwiespalt lässt sich auch einfach erklären: Mein Körper streikt und ich mag nicht mehr, alles tut weh und der Bauch wächst einfach jeden Tag etwas mehr… Und auf der anderen Seite weiß ich es aber auch zu schätzen, noch etwas Ruhe zu haben und nachts weder stillen, wickeln noch ein schreiendes Baby für zwei Stunden durch das Haus tragen zu müssen.

Die zweite Schwangerschaft ist deutlich anstrengender

Diese Schwangerschaft fordert mich und meinen Körper natürlich viel intensiver als die Erste, denn ohne Kind konnte man sich viel mehr Ruhe gönnen und mehr Zeit faul auf der Couch verbringen.

Dazu kommt, dass wir ja gerade auch in einer merkwürdigen Zeit leben. Pünktlich mit Start des Mutterschutzes hat auch der zweite Lockdown begonnen. Es ist zwar nicht verpflichtend, dass das Kind Zuhause bleibt, aber Kita und Stadt bittet eindringlich darum. Und für uns war es auch selbstverständlich, dass er natürlich Zuhause bleibt. Und das ist er nun seit vier Wochen und hat sich auch gut daran gewöhnt, dass aktuell keine Kita ist. Aber er möchte natürlich beschäftigt werden. Somit sind die Tage natürlich sehr sehr anstrengend.

Aber auch die Nächte sind nicht mehr erholsam. Mit der 32. SSW hat es bei mir begonnen, dass ich unruhiger schlafe. Ich muss nachts 2-3 Mal zur Toilette und kann danach oft nicht wieder einschlafen. Ich glaube ja nach wie vor, dass der Körper sich auf die Situation der nächtlichen Still- und Wickeleinsätze vorbereiten möchte und ich deshalb bereits jetzt so wenig zu meinem Schlaf komme.

Morgens wache ich dann wieder gerädert auf, bin verspannt und müde. Ein Grund, warum ich nicht mehr mag 😉

Der errechnete Geburtstermin rückt näher, ich freue mich auf den kleinen Wurm

Auf der Zielgerade

Da der Bauch sehr groß ist und ich immer wieder in der Schwangerschaft mit Beckenschmerzen (dank einer Symphysenlockerung) zu kämpfen hatte und habe, schlafe ich nie ohne mein Stillkissen – davon habe ich hier seit der ersten Schwangerschaft vier Stück und jedes einzelne hat seine Daseinsberechtigung.

Während eines schön hart und dadurch eine tolle Stütze auf dem Sofa ist, habe ich ein Lieblingskissen zum Stillen und eines für die Nacht zu schlafen. Dieses klemme ich mir dann als Stütze unter den Bauch und zur Entlastung der Hüfte zwischen die Beine. Diese Position ist übrigens auch ohne Schwangerschaft gut geeignet für einen gesunden Schlaf. Und zumindest auf der Couch will auch Christian mir die Kissen schon streitig machen 🙂

Ich muss sagen, dass so eine Schwangerschaft zumindest für mich kein Zuckerschlecken ist. Aber es ist verrückt, man vergisst danach wirklich alles wieder, erst jetzt habe ich regelmäßig ein Déjà-vu und erkenne die Parallelen zur ersten Schwangerschaft. Und ehrlich gesagt freue ich mich jetzt schon wieder auf das Vergessen 😉 Zum Glück kommen bald ganz tolle Erlebnisse und Momente, an die ich mich sowieso viel lieber erinnere. Und auf die freue ich mich sehr!

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Es kann losgehen – Die letzten Wochen vor der Entbindung

1 Gedanke zu „Es kann losgehen – Die letzten Wochen vor der Entbindung“

  1. Hi Lene, auch wenn die letzten Wochen ziemlich anstrengend sind, wünsche ich euch eine erste tolle Zeit zusammen 🙂 Wie du schon schreibst…das Vergessen setzt ja meist glücklicherweise recht schnell ein 😉 Bleibt alle gesund! LG Jasmina

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